Neue medizinische oder technische Entwicklungen rufen in der Gesellschaft meist eine Mischung aus Faszination und Bedenken hervor. Für pharmakologisches Neuro-Enhancement, also die Einnahme psychoaktiver Substanzen mit dem Ziel der geistigen Leistungssteigerung, gilt Ähnliches. Der Reiz, leistungssteigernde Präparate für die Bewältigung beruflicher und privater Herausforderungen heranzuziehen, steht dabei der Sorge gegenüber, dass unser gesellschaftliches Zusammenleben durch Gehirndoping ins Ungleichgewicht geraten könnte.

Im Zentrum dieser Rubrik stehen daher Materialien zu den gesellschaftlichen Folgen von Medikamenten, die uns angeblich zu „verbesserten“ Menschen machen. Damit verbunden sind ethische und soziale Fragen wie: Was macht einen besseren Menschen eigentlich aus? Entsteht ein soziales Ungleichgewicht, wenn manche Menschen durch Medikamente mehr leisten können als andere, oder werden so nur natürliche Unterschiede in Talent und Leistungsfähigkeit ausgeglichen? Ist es für manche Berufsgruppen, die besonderem Stress ausgesetzt sind, wie beispielsweise Ärzte oder Piloten, gar sinnvoll oder wünschenswert, der geistigen Leistungsfähigkeit auf die Sprünge zu helfen, damit sie ihre Verantwortung für andere Menschenleben besser wahrnehmen können? Kann Doping in der Gesellschaft toleriert werden, während Doping im Sport verboten ist?

Führen leistungssteigernde Drogen zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft? –SÜDDEUTSCHE ONLINE-

Chip im Gehirn, Roboter die mit dem Menschen verknüpft sind und leistungssteigernde Drogen. Führen diese Erfindungen zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft? Auf Süddeutsche.de wird genau diese Frage umfangreich diskutiert.

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Diskursprojekt: Neuro-Enhancement in der Bildungs- und Arbeitswelt

Auch die Hochschule Darmstadt widmet sich mit ihrem NEIBA-Diskursprojekt dem Hirndoping. Schwerpunkt des Projektes ist das Neuro-Enhancement in der Bildungs- und Arbeitswelt.

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Führen leistungssteigernde Drogen zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft? –SÜDDEUTSCHE ONLINE-

Chip im Gehirn, Roboter die mit dem Menschen verknüpft sind und leistungssteigernde Drogen. Führen diese Erfindungen zu einer Zwei-Klassen-Gesellschaft? Auf Süddeutsche.de wird genau diese Frage umfangreich diskutiert.

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Erfahrungsbericht einer Jura Studentin zum Thema Drogen und Druck im Studium

Hiobsbotschaft „Durchgefallen“. Damit man genau so eine Erfahrung nicht machen muss, greifen viele Studenten gerade vor wichtigen Prüfungen zu leistungssteigernden Drogen. Eine Jurastudentin erzählt auf ZEIT-Online von ihren Erfahrungen mit dem Prüfungsstress und den Drogen.

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Dokumentation der Tagung des Deutschen Ethikrates: Der steuerbare Mensch

Die Dokumentation der Jahrestagung des Deutschen Ethikrates lieferte unter dem Motto „Der steuerbare Mensch?“ interessante Diskursbeiträge zur Hirnforschung. In dem Artikel „Psychopharmaka zur Leistungsverbesserung“ (Ab S.49) beschäftigt sich Isabella Heuser mit den medizinisch-ethischen Fragen in Zusammenhang mit Hirndoping.

Dokumentation der Jahrestagung des Deutschen Ethikrates (PDF/806KB)

Das optimierte Gehirn

Führende Experten aus der Medizin und Psychologie diskutieren im Titelthema der Fachzeitschrift Gehirn & Geist (2009) wie den Herausforderungen der „Neuro-Enhancer“ auf die Gesellschaft begegnet werden sollen.

Das optimierte Gehirn (PDF/600KB)

Video von Kraftklub: Ritalin/Medikinet

Der Song Ritalin/Medikinet  von der Band Kraftclub handelt von den Erfahrungen einer Person, die in ihrer Schulzeit aufgrund einer ADHS (Aufmerksamkeits-Defizit-Hyperaktivitäs-Störung) Diagnose, Ritalin einnehmen musste.

TAB-Studie: Der pharmakologisch verbesserte Mensch.

Um die gesellschaftliche und politische Bedeutung des Themas Enhancement besser einschätzen zu können, hat der Deutsche Bundestag das Projekt „Pharmakologische und technische Interventionen zur Leistungssteigerung – Perspektiven einer weiter verbreiteten Nutzung in Medizin und Alltag“ beim Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) in Auftrag gegeben. Der Abschlussbericht des Projekts konzentriert sich auf bisherige Entwicklungen und plausible Fortschreibungen von Trends der Verwendung von (Psycho-)Pharmaka zur Leistungssteigerung in Beruf und Alltag.

TAB-Studie: Der pharmakologisch verbesserte Mensch (PDF/3,1MB)

 

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